Digitalisierung mit Augenmaß an Schulen

26.02.2026

Mit dem neuen Medienentwicklungsplan 2025–2030 stellt die Stadt Bornheim die Weichen für die digitale Zukunft ihrer Schulen. Die CDU Bornheim unterstützt den eingeschlagenen Weg grundsätzlich – und spricht sich nach eingehender Auswertung und Beratung klar für eine Umsetzung mit Augenmaß aus. Die Fraktion plädiert für die sogenannte 1:3-Ausstattung: Ein Tablet für jeweils drei Schülerinnen und Schüler.

„Digitalisierung ist wichtig, aber sie darf nicht zum Selbstzweck werden“, betont Dr. Charlotte von Canstein, schulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. Bereits heute sind die Bornheimer Schulen technisch gut aufgestellt: flächendeckendes WLAN, moderne Präsentationstechnik in den Unterrichtsräumen und mehr als 3.000 iPads stehen zur Verfügung. Dies entspricht einer Ausstattung von ca. 1:2,5 oder besser. Eine vollständige 1:1-Ausstattung – also ein Gerät für jedes Kind – würde die Investitions- und Folgekosten jedoch erheblich steigern. Neben der Anschaffung kommen dauerhaft Ausgaben für Wartung, Lizenzen, Ersatzgeräte und IT- Support hinzu.

Als verantwortungsbewusste Kommunalpartei stehen wir in der Pflicht, das Gesamtbild im Blick zu halten und die finanziellen Auswirkungen genau abzuwägen. „Wir müssen auch andere wichtige Aufgaben im Blick behalten – etwa die Sanierung von Schulgebäuden, den Erhalt von Sportstätten oder Investitionen in Sicherheit und Familienfreundlichkeit“, erläutert von Canstein weiter.
Neben den Kosten sind auch pädagogische Gründe  zu betrachten: Die Wichtigkeit des handschriftlichen Schreibens zeigt sich sowohl in Grund- und weiterführenden Schulen. Das Land NRW fordert in allen (Abschluss-)Prüfungen das handschriftliche Arbeiten und deutliche Änderungen in den Prüfungsformaten zeichnen sich nicht ab. Gerade in den Grundschulen spielt das handschriftliche Schreiben eine zentrale Rolle für die kognitive Entwicklung. Studien zeigen, dass Handschrift Konzentration, Merkfähigkeit und Textverständnis fördere. „Lesen, Schreiben und Rechnen bleiben die Basis unserer Bildung und unseres Lebens. Tablets können das ergänzen, aber nicht ersetzen“, so von Canstein.

Zudem zeigen aktuelle Entwicklungen in digitalen Vorreiter-Ländern, wie z.B. Dänemark, dass ihre umfassenden 1:1-Digitalisierungsstrategien inzwischen kritisch überprüft und zurückgefahren werden, um analogen Lernformen wieder mehr Raum zu geben.

Die aktuelle 1:3- bzw. 1:2,5-Ausstattung ist aus Sicht der CDU der richtige Weg: Digitale Medien können weiterhin gezielt im Unterricht eingesetzt werden, ohne bewährte analoge Lernformen zu verdrängen. Gleichzeitig blieben die Kosten für die Stadt tragfähig und langfristig planbar.

„Unser Ziel sind moderne Schulen, die digitale Möglichkeiten sinnvoll nutzen – mit Augenmaß und Verantwortung“, fasst von Canstein abschließend zusammen.