Die Diskussion um die Sanierung der Bornheimer Kunstrasenplätze nimmt Fahrt auf. Nachdem im Sportstättenentwicklungsplan (SEP) festgestellt wurde, dass die Plätze in Walberberg, Sechtem, Bornheim, Roisdorf und Hersel in den kommenden Jahren erneuert werden müssen, haben SPD und Bündnis 90/Die Grünen beantragt, deutlich höhere Mittel in die kommenden Haushalte einzustellen, als dies bisher der Fall war.
Die CDU-Fraktion zeigt Verständnis für die schwierige Lage der betroffenen Vereine. „Unsere Sportvereine leisten unverzichtbare Arbeit für Kinder, Jugendliche und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt. Wenn sie durch massive Kostensteigerungen bei der Sanierung ihrer Anlagen unter Druck geraten, dürfen wir das nicht ignorieren“, erklärt Lutz Wehrend, Vorsitzender der CDU-Fraktion.
Die CDU mahnt gleichwohl zu einer verantwortungsvollen Haushaltsführung. „Die finanzielle Situation der Stadt ist sehr angespannt. Neben dem Sport stehen zahlreiche weitere Investitionen in Schulen, Feuerwehrgerätehäuser und weitere Infrastruktur an. Deshalb müssen wir sorgfältig prüfen, in welchem Umfang eine kommunale Beteiligung möglich ist“, so Wehrend weiter.
Ursprünglich waren für die Erneuerung eines Kunststoffrasenplatzes rund 150.000 Euro kalkuliert worden. Aufgrund gestiegener Bau- und Entsorgungskosten liegen die aktuellen Schätzungen jedoch zwischen 250.000 und 300.000 Euro pro Platz. Mehrere Vereine haben signalisiert, dass sie diese Summen nicht allein tragen können.
Besonderes Augenmerk legt die Fraktion auf die Gleichbehandlung aller Vereine. Sollten städtische Mittel zur Unterstützung eingesetzt werden, müsse dies transparent und nach klaren Kriterien erfolgen. Zudem seien bestehende Verträge zu berücksichtigen.
Dass Alternative verfügbar sind, zeigt sich in Walberberg. Für die Sportanlage wurde ein Antrag auf Fördermittel aus Fluthilfegeldern gestellt. Der Sportplatz war bei dem Starkregen 2021 stark beschädigt worden und muss erneuert werden. Dies zeigt, dass alle Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden können – und müssen.
„Wir werden eine tragfähige Lösung finden. Ziel ist, den Sportbetrieb langfristig zu sichern und gleichzeitig die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt zu wahren,“ so Lutz Wehrend abschließend.

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